Altpapier richtig entsorgen

Expertise & Vertrauen
Autor: Dr. Michael Hoffmann - Promovierter Umweltwissenschaftler & Experte für Abfallwirtschaft
Expertise: Altpapierrecycling, Abfalltrennung, Recycling, Umweltschutz, Deutsche Abfallverordnung
Zuletzt aktualisiert: 2. Januar 2026
Autor: Dr. Michael Hoffmann - Experte für Abfallwirtschaft, Recycling und Umweltschutz
Altpapier ist einer der wertvollsten Rohstoffe im Recyclingkreislauf. Deutschland ist mit einer Recyclingquote von über 75% Europameister im Papiersammeln!
Die richtige Sammlung und Verwertung von Papier und Pappe schont unsere Wälder, spart Energie und reduziert den Wasserverbrauch erheblich. Hier erfahren Sie alles über die korrekte Entsorgung von Altpapier und wie Sie zum Umweltschutz beitragen können.

Ressourcenschonung
17
Bäume pro Tonne
Altpapier gerettet
Wassereinsparung
70%
weniger Wasserverbrauch
durch Recycling
Energieeinsparung
60%
weniger Energieverbrauch
im Vergleich zu Neupapier
Altpapier ist einer der wertvollsten Rohstoffe im Recyclingkreislauf. Deutschland ist Europameister im Papiersammeln, und das aus gutem Grund: Die richtige Sammlung und Verwertung von Papier und Pappe schont unsere Wälder, spart Energie und reduziert den Wasserverbrauch erheblich. Auf dieser Seite erfahren Sie alles Wichtige über die korrekte Entsorgung von Altpapier.
Warum ist Altpapier-Recycling so wichtig?
Papierfasern sind erstaunlich widerstandsfähig und können durchschnittlich sechs bis sieben Mal recycelt werden, bevor sie zu kurz werden. Jede Tonne Recyclingpapier, die statt Neupapier aus Holzfasern produziert wird, spart nicht nur Bäume, sondern auch rund 60% Energie und 70% Wasser. Achten Sie beim Kauf von Papierprodukten auf Umweltzeichen wie den "Blauen Engel" oder das "FSC-Recycling"-Siegel. Diese garantieren, dass das Produkt überwiegend oder vollständig aus Altpapier hergestellt wurde und strenge Umweltauflagen erfüllt.
Was gehört zum Altpapier?
Für ein effektives Recycling ist es entscheidend, dass nur sauberes und geeignetes Papier sowie Pappe in die dafür vorgesehenen Behälter (meist blaue Tonne oder Container) gelangen. Vermischungen mit anderen Materialien oder starke Verschmutzungen können den Recyclingprozess stören oder unmöglich machen.
Das darf rein (Beispiele):
- Zeitungen, Zeitschriften, Illustrierte, Kataloge, Prospekte
- Schreibpapier, Briefumschläge (auch mit Fenster), Notizzettel
- Bücher (ohne Einband aus Kunststoff oder Leder)
- Kartons und Pappe (zerkleinert, um Platz zu sparen)
- Verpackungen aus Papier und Pappe (z.B. Müslikartons, Eierkartons, Papiertüten)
- Geschenkpapier (nur wenn es reines Papier ohne Kunststoffbeschichtung oder Glitzer ist)
Das darf NICHT rein (Störstoffe):
- Stark verschmutztes oder fettiges Papier (z.B. Pizzakartons mit vielen Essensresten) -> Restmüll
- Beschichtetes oder behandeltes Papier (Wachs-, Öl-, Backpapier, Fotos, Thermopapier wie Kassenbons) -> Restmüll
- Getränkekartons / Tetra Paks (Verbundstoffe) -> Gelber Sack/Tonne
- Tapetenreste (auch unbenutzte, oft mit Kleister oder Beschichtungen) -> Restmüll
- Hygienepapier (gebrauchte Taschentücher, Küchenrolle, Servietten, Windeln) -> Restmüll
- Kohle- und Durchschlagpapier -> Restmüll
Wichtige Hinweise & Tipps:
- Entfernen Sie grobe Verunreinigungen wie Essensreste vollständig.
- Entfernen Sie größere Kunststoffteile (z.B. Folien von Zeitschriftenumschlägen, Klebebänder) und Metallteile (z.B. große Spiralbindungen, Aktenklammern). Kleine Heftklammern oder Tackernadeln sind meist unproblematisch.
- Falten oder zerreißen Sie große Kartons, um Platz in der Tonne zu sparen und die Leerung zu erleichtern.
- Briefumschläge mit Sichtfenster dürfen ins Altpapier, das Fenster wird im Recyclingprozess aussortiert.
- Bei Papiertragetaschen sollten Kordeln aus anderen Materialien (Textil, Kunststoff) entfernt werden.
- Vertrauliche Dokumente sollten vor der Entsorgung geschreddert werden, um Datenschutz zu gewährleisten (siehe FAQ).