Altpapier richtig entsorgen

Gestapeltes Altpapier und Kartons neben einer blauen Papiertonne in Deutschland

Kurz gesagt:

Problem: Sie wissen nicht, was in die blaue Tonne darf und was nicht.

Lösung: Zeitungen, Kartons, Pappe und saubere Papierverpackungen gehören ins Altpapier. Stark verschmutztes oder beschichtetes Papier gehört in den Restmüll.

Erste Schritte: Grobe Verunreinigungen entfernen, Kunststoffteile abtrennen, große Kartons falten – dann in die blaue Tonne. Keine Sorge, es ist einfacher als Sie denken.

Haben Sie sich schon gefragt, was ins Altpapier darf und was nicht? Die gute Nachricht: Die meisten Papierabfälle gehören in die blaue Tonne. Zeitungen, Kartons, Pappe und Papierverpackungen können dort entsorgt werden. Vermeiden Sie stark verschmutztes oder beschichtetes Papier – das gehört in den Restmüll.

Ist das der richtige Artikel für Sie?

Dieser Artikel hilft, wenn Sie:

  • wissen wollen, was in die blaue Tonne gehört
  • bei Pizzakartons, beschichteten Verpackungen oder Hygienepapier unsicher sind
  • nach einem Umzug große Papiermengen entsorgen müssen
  • verstehen wollen, warum Altpapier-Recycling wichtig ist
Symbolbild für Altpapier-Recycling: Papierstapel neben einem grünen Sprössling
Altpapier-Recycling schont wertvolle Ressourcen wie Holz, Wasser und Energie.

Ressourcenschonung

17

Bäume pro Tonne
Altpapier gerettet

Wassereinsparung

70%

weniger Wasserverbrauch
durch Recycling

Energieeinsparung

60%

weniger Energieverbrauch
im Vergleich zu Neupapier

Warum ist Altpapier-Recycling so wichtig?

Papierfasern können bis zu sieben Mal wiederverwertet werden – das spart Bäume, Energie und Wasser. Mit ein paar einfachen Regeln leisten Sie einen wichtigen Beitrag.

Papierfasern sind erstaunlich widerstandsfähig und können durchschnittlich sechs bis sieben Mal recycelt werden, bevor sie zu kurz werden. Jede Tonne Recyclingpapier, die statt Neupapier aus Holzfasern produziert wird, spart nicht nur Bäume, sondern auch rund 60% Energie und 70% Wasser. Achten Sie beim Kauf von Papierprodukten auf Umweltzeichen wie den "Blauen Engel" oder das "FSC-Recycling"-Siegel. Diese garantieren, dass das Produkt überwiegend oder vollständig aus Altpapier hergestellt wurde und strenge Umweltauflagen erfüllt.

Was gehört zum Altpapier?

Zeitungen, Kartons, Pappe und Papierverpackungen gehören in die blaue Tonne. Stark verschmutztes oder beschichtetes Papier gehört in den Restmüll. Mit dieser einfachen Regel vermeiden Sie die häufigsten Fehler.

Damit das Recycling gut funktioniert, gehört nur sauberes und geeignetes Papier sowie Pappe in die blaue Tonne. Vermischungen mit anderen Materialien oder starke Verschmutzungen können den Prozess stören. Zum Glück ist die Regel einfach: sauber und unbeschichtet – rein; fettig oder beschichtet – Restmüll.

Das darf rein (Beispiele):

  • Zeitungen, Zeitschriften, Illustrierte, Kataloge, Prospekte
  • Schreibpapier, Briefumschläge (auch mit Fenster), Notizzettel
  • Bücher (ohne Einband aus Kunststoff oder Leder)
  • Kartons und Pappe (zerkleinert, um Platz zu sparen)
  • Verpackungen aus Papier und Pappe (z.B. Müslikartons, Eierkartons, Papiertüten)
  • Geschenkpapier (nur wenn es reines Papier ohne Kunststoffbeschichtung oder Glitzer ist)

Das darf NICHT rein (Störstoffe):

  • Stark verschmutztes oder fettiges Papier (z.B. Pizzakartons mit vielen Essensresten) -> Restmüll
  • Beschichtetes oder behandeltes Papier (Wachs-, Öl-, Backpapier, Fotos, Thermopapier wie Kassenbons) -> Restmüll
  • Getränkekartons / Tetra Paks (Verbundstoffe) -> Gelber Sack/Tonne
  • Tapetenreste (auch unbenutzte, oft mit Kleister oder Beschichtungen) -> Restmüll
  • Hygienepapier (gebrauchte Taschentücher, Küchenrolle, Servietten, Windeln) -> Restmüll
  • Kohle- und Durchschlagpapier -> Restmüll

Häufige Fehler beim Altpapier

Diese Fehler passieren oft – und sind leicht zu vermeiden. Pizzakartons mit vielen Essensresten, beschichtetes Papier oder Getränkekartons gehören nicht ins Altpapier.

  • Pizzakarton mit Fettflecken: Gehört in den Restmüll. Nur saubere Pizzakartons (ohne Essensreste, Fett) dürfen ins Altpapier.
  • Beschichtetes Papier: Backpapier, Wachspapier, Thermopapier (Kassenbons) – alles Restmüll.
  • Getränkekartons (Tetra Paks): Verbundstoffe – in den Gelben Sack.
  • Hygienepapier: Gebrauchte Taschentücher, Küchenrolle, Servietten – Restmüll.
  • Glitzer-Geschenkpapier: Oft mit Kunststoff beschichtet – Restmüll. Reines Papier ohne Glitzer darf ins Altpapier.

Wichtige Hinweise & Tipps:

  • Entfernen Sie grobe Verunreinigungen wie Essensreste vollständig.
  • Entfernen Sie größere Kunststoffteile (z.B. Folien von Zeitschriftenumschlägen, Klebebänder) und Metallteile (z.B. große Spiralbindungen, Aktenklammern). Kleine Heftklammern oder Tackernadeln sind meist unproblematisch.
  • Falten oder zerreißen Sie große Kartons, um Platz in der Tonne zu sparen und die Leerung zu erleichtern.
  • Briefumschläge mit Sichtfenster dürfen ins Altpapier, das Fenster wird im Recyclingprozess aussortiert.
  • Bei Papiertragetaschen sollten Kordeln aus anderen Materialien (Textil, Kunststoff) entfernt werden.
  • Vertrauliche Dokumente sollten vor der Entsorgung geschreddert werden, um Datenschutz zu gewährleisten (siehe FAQ).

Nachdem Sie es erledigt haben

Ihr Altpapier wird abgeholt oder Sie haben es am Wertstoffhof abgegeben. Was passiert als Nächstes?

Das Altpapier geht in die Papierfabrik, wo die Fasern aufbereitet und zu neuem Papier, Pappe oder Verpackungen verarbeitet werden. Sie können sicher sein, dass Ihr Beitrag zählt: Jede Tonne Altpapier spart Ressourcen. Mehr zur richtigen Mülltrennung finden Sie in unserem Ratgeber zur richtigen Trennung.

Große Mengen Altpapier (z.B. nach einem Umzug) können Sie auch am Wertstoffhof abgeben. Mehr zur richtigen Mülltrennung finden Sie in unserem Abfallarten-Überblick und im Entsorgungs-Ratgeber.

Expertise & Vertrauen

Autor: Dr. Michael Hoffmann - Promovierter Umweltwissenschaftler & Experte für Abfallwirtschaft

Expertise: Altpapierrecycling, Abfalltrennung, Recycling, Umweltschutz, Deutsche Abfallverordnung

Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2026

Verifizierte InformationenBasierend auf aktuellen GesetzenVon Experten geprüft