Restmüll: Was gehört in die graue/schwarze Tonne?

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Autor: Dr. Michael Hoffmann - Promovierter Umweltwissenschaftler & Experte für Abfallwirtschaft
Expertise: Restmüllentsorgung, Abfalltrennung, Recycling, Umweltschutz, Deutsche Abfallverordnung
Zuletzt aktualisiert: 2. Januar 2026
Autor: Dr. Michael Hoffmann - Experte für Abfallwirtschaft, Recycling und Umweltschutz
Die Restmülltonne – auch als schwarze Tonne oder graue Tonne bekannt – ist der Behälter für alle Abfälle aus dem Haushalt, die nach sorgfältiger Trennung übrigbleiben und nicht über andere Sammelsysteme (wie Biotonne, Papiertonne, Gelber Sack/Tonne, Glascontainer) verwertet werden können. Sie ist die "Endstation" für nicht recycelbare Materialien. Doch was genau gehört hinein und was nicht? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur korrekten Restmüllentsorgung.
Wichtige Kennzahlen zum Restmüll
- Durchschnittlich 157 kg Restmüll pro Einwohner pro Jahr in Deutschland
- Etwa 30-40% des Restmülls sind falsch entsorgte Wertstoffe
- Energiegewinnung: ca. 2-3 kWh Strom pro kg Restmüll
- CO₂-Einsparung durch korrekte Mülltrennung: bis zu 1,5 Tonnen pro Haushalt/Jahr
- Über 5 Millionen Tonnen Restmüll werden jährlich in Deutschland verbrannt
Was ist Restmüll?
Restmüll ist der Sammelbegriff für alle Abfälle aus privaten Haushalten, die nach der getrennten Sammlung von Wertstoffen (Papier, Glas, Verpackungen, Bioabfälle) übrig bleiben und nicht recycelbar sind. Diese Abfälle werden in der Regel in Müllverbrennungsanlagen thermisch verwertet, um Energie zu gewinnen. Die Restmülltonne ist somit die letzte Option für Abfälle, die nicht über andere Sammelsysteme entsorgt werden können.
Restmüll Symbol, Zeichen und Farbe
Die Restmülltonne ist in Deutschland meist in grauer oder schwarzer Farbe gehalten. Es gibt kein einheitliches Symbol oder Zeichen für Restmüll, da die Farbcodierung bereits ausreichend ist. Die Tonne wird oft mit "Restmüll" oder "Hausmüll" beschriftet. In einigen Regionen wird auch die Bezeichnung "Graue Tonne" oder "Schwarze Tonne" verwendet.
Wichtig: Die Farbe kann regional variieren. In manchen Kommunen ist die Restmülltonne grau, in anderen schwarz. Informieren Sie sich bei Ihrer Kommune über die genaue Farbcodierung in Ihrer Region.

Was gehört in den Restmüll? Was darf in die Restmülltonne?
In die Restmülltonne gehören ausschließlich Abfälle, die nicht recycelbar sind und nicht über andere Sammelsysteme entsorgt werden können. Hier eine detaillierte Übersicht:
Hygieneartikel und verschmutzte Materialien:
- Windeln, Binden, Tampons: Alle Hygieneartikel, die nicht kompostierbar sind
- Staubsaugerbeutel: Mit Staub und Schmutz gefüllte Beutel
- Stark verschmutzte Papiere: Papiere, die so stark verschmutzt sind, dass sie nicht mehr recycelbar sind (z.B. fettige Pizzakartons, verschmutzte Küchenpapiere)
- Verschmutzte Verpackungen: Verpackungen, die so stark verschmutzt sind, dass sie nicht mehr in den Gelben Sack gehören
Asche und Rauchreste:
- Kalte Asche: Asche aus Kaminen, Öfen oder Grills (nur wenn vollständig abgekühlt!)
- Zigarettenkippen: Ausgedrückte Zigarettenreste (nicht in die Natur werfen!)
Nicht recycelbare Materialien:
- Kaputtes Porzellan, Keramik: Scherben von Tellern, Tassen, Vasen (nicht in den Altglascontainer!)
- Glühbirnen, Halogenlampen: Normale Glühbirnen und Halogenlampen (Energiesparlampen gehören zum Sondermüll!)
- CDs, DVDs: Alte Datenträger aus Kunststoff
- Katzenstreu: Gebrauchtes Katzenstreu (auch biologisch abbaubares gehört meist in den Restmüll)
- Verschmutzte Lappen und Putztücher: Stark verschmutzte Textilien, die nicht mehr wiederverwendbar sind
Essensreste in Restmüll?
Wichtig: Essensreste gehören NICHT in den Restmüll!
Essensreste gehören grundsätzlich in die Biotonne, nicht in den Restmüll. Ausnahmen sind nur stark verschmutzte oder verunreinigte Essensreste, die nicht mehr kompostierbar sind.
Warum? Essensreste in der Biotonne werden kompostiert oder zu Biogas vergoren. Im Restmüll werden sie nur verbrannt, was wertvolle Ressourcen verschwendet. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Seite zu Biomüll.


Was darf NICHT in den Restmüll? Was darf nicht in die schwarze Tonne?
Was darf nicht in die schwarze Tonne? Diese Frage stellen sich viele Menschen täglich. Leider werden viele Abfälle fälschlicherweise in den Restmüll geworfen, obwohl sie über andere Sammelsysteme entsorgt werden sollten. Dies führt dazu, dass wertvolle Rohstoffe verloren gehen und die Umwelt unnötig belastet wird. Hier finden Sie eine komplette Übersicht, was auf keinen Fall in die schwarze oder graue Restmülltonne gehört:
Wichtig: Falsche Entsorgung hat Konsequenzen
Wenn Sie Abfälle falsch in die schwarze Tonne werfen, die dort nicht hineingehören, kann dies zu folgenden Problemen führen:
- Wertstoffe gehen verloren: Recycelbare Materialien werden verbrannt statt wiederverwertet
- Umweltbelastung: Falsche Entsorgung schadet der Umwelt und dem Klima
- Höhere Kosten: Falsch befüllte Tonnen können zu höheren Entsorgungskosten führen
- Gefahr für Mitarbeiter: Gefährliche Abfälle können Verletzungen verursachen
Video: Was darf nicht in die schwarze Tonne?
Video-Quelle: YouTube
Recycelbare Verpackungen (NICHT in die schwarze Tonne!):
Alle Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundstoffen gehören NICHT in die schwarze Tonne, sondern in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Diese können recycelt werden und sollten daher getrennt gesammelt werden.
- Kunststoffverpackungen: Joghurtbecher, Shampooflaschen, Folien, Tüten, Plastikbehälter -> Gelber Sack / Gelbe Tonne
- Metallverpackungen: Konservendosen, Alufolie, Kronkorken, Getränkedosen -> Gelber Sack
- Getränkekartons: Milchkartons, Saftkartons, Tetra Paks -> Gelber Sack
- Verbundverpackungen: Chipstüten, Kaffeeverpackungen mit Alu-Beschichtung -> Gelber Sack
Tipp: Auch wenn Verpackungen verschmutzt sind, gehören sie meist noch in den Gelben Sack. Nur stark verschmutzte Verpackungen (z.B. mit Essensresten verklebt) können in den Restmüll.
Papier und Pappe (NICHT in die schwarze Tonne!):
Alle sauberen Papiere und Pappen gehören NICHT in die schwarze Tonne, sondern in die Altpapiertonne oder zum Altpapiercontainer. Papier kann bis zu 7-mal recycelt werden!
- Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge: Alle Druckerzeugnisse -> Altpapiertonne
- Kartons und Pappe: Umverpackungen, Versandkartons, Schachteln -> Altpapiertonne
- Briefe und Papier: Schreibpapier, Notizzettel, Briefumschläge -> Altpapiertonne
- Bücher: Alte Bücher (ohne Kunststoffeinband) -> Altpapiertonne
Ausnahme: Nur stark verschmutzte oder fettige Papiere (z.B. Pizzakartons mit viel Fett) gehören in den Restmüll. Saubere Pizzakartons gehören ins Altpapier!
Glas (NICHT in die schwarze Tonne!):
Alle Glasflaschen und -gläser gehören NICHT in die schwarze Tonne, sondern in die Altglascontainer. Glas kann unbegrenzt recycelt werden!
- Glasflaschen: Getränkeflaschen, Weinflaschen, Bierflaschen -> Altglascontainer (nach Farben getrennt: weiß, braun, grün)
- Glasgläser: Konservengläser, Marmeladengläser, Senfgläser -> Altglascontainer
Wichtig: Porzellan, Keramik und Steingut gehören NICHT in den Altglascontainer! Diese gehören in den Restmüll, da sie das Glasrecycling stören würden.
Organische Abfälle / Biomüll (NICHT in die schwarze Tonne!):
Alle organischen Abfälle gehören NICHT in die schwarze Tonne, sondern in die Biotonne. Diese werden kompostiert oder zu Biogas vergoren und sind wertvolle Ressourcen!
- Essensreste: Speisereste, Brotreste, Nudeln, Reis -> Biotonne
- Obst- und Gemüsereste: Schalen, Kerne, Reste -> Biotonne
- Kaffeesatz, Teebeutel: Kaffeefilter, Teebeutel (ohne Metallklammer) -> Biotonne
- Gartenabfälle: Rasenschnitt, Laub, Äste, Blumen -> Biotonne oder Kompost
- Eierschalen: Alle Eierschalen -> Biotonne
Warum wichtig: Organische Abfälle in der Biotonne werden zu Kompost oder Biogas. In der schwarzen Tonne werden sie nur verbrannt - eine Verschwendung wertvoller Ressourcen!
Elektroschrott (NICHT in die schwarze Tonne!):
Alle Elektrogeräte gehören NICHT in die schwarze Tonne! Sie enthalten wertvolle Rohstoffe und müssen gesondert entsorgt werden. Das ist sogar gesetzlich vorgeschrieben (ElektroG).
- Elektrogeräte: Handys, Computer, Fernseher, Kühlschränke, Waschmaschinen -> Elektroschrottsammlung oder Wertstoffhof
- Kleine Elektrogeräte: Föhn, Toaster, Mixer, Lampen -> Elektroschrottsammlung oder Wertstoffhof
- Batterien und Akkus: Alle Batterien (auch Knopfzellen) -> Sammelboxen im Handel oder Wertstoffhof
- Energiesparlampen, LEDs: Alle Leuchtmittel mit Elektronik -> Sondermüll oder Sammelstelle
Gesetzlich vorgeschrieben: Elektrogeräte dürfen nicht in den Hausmüll! Sie müssen beim Händler zurückgegeben oder beim Wertstoffhof abgegeben werden.
Sperrige Abfälle (NICHT in die schwarze Tonne!):
Große Gegenstände, die nicht in die schwarze Tonne passen, gehören NICHT hinein, sondern zum Sperrmüll oder zum Wertstoffhof.
- Möbel: Stühle, Tische, Schränke, Sofas -> Sperrmüll oder Wertstoffhof
- Matratzen: Alle Arten von Matratzen -> Sperrmüll oder Wertstoffhof
- Teppiche: Große Teppiche und Läufer -> Sperrmüll
Gefährliche Abfälle / Sondermüll (NICHT in die schwarze Tonne!):
Gefährliche Abfälle gehören NIEMALS in die schwarze Tonne! Sie können giftig, ätzend, explosiv oder umweltgefährdend sein und müssen speziell entsorgt werden.
- Farben, Lacke, Chemikalien: Alle chemischen Substanzen -> Sondermüll oder Wertstoffhof
- Altöl: Motoröl, Speiseöl (in größeren Mengen) -> Sondermüll
- Medikamente: Abgelaufene Medikamente -> Apotheke oder Sondermüll
- Pflanzenschutzmittel: Alle Gifte und Pestizide -> Sondermüll
WICHTIG: Gefährliche Abfälle in der schwarzen Tonne können zu schweren Verletzungen bei Entsorgungsmitarbeitern führen und die Umwelt massiv schädigen!
Warum ist richtige Mülltrennung wichtig?
Durch korrekte Mülltrennung können wertvolle Rohstoffe recycelt werden, was Energie spart und die Umwelt schont. Falsch entsorgte Wertstoffe im Restmüll werden nur verbrannt, statt wiederverwertet zu werden.
Tipp: Wenn Sie unsicher sind, wohin ein Abfall gehört, informieren Sie sich auf unserer Seite zur richtigen Mülltrennung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist Restmüll?
Restmüll ist der Sammelbegriff für alle Abfälle aus privaten Haushalten, die nach der getrennten Sammlung von Wertstoffen (Papier, Glas, Verpackungen, Bioabfälle) übrig bleiben und nicht recycelbar sind. Diese Abfälle werden in Müllverbrennungsanlagen thermisch verwertet.
Was gehört in die Restmülltonne?
In die Restmülltonne gehören nicht recycelbare Abfälle wie Windeln, Binden, Staubsaugerbeutel, kalte Asche, Zigarettenkippen, stark verschmutzte Papiere, Katzenstreu, kaputtes Porzellan, Glühbirnen, CDs und DVDs. Essensreste gehören NICHT in den Restmüll, sondern in die Biotonne.
Was darf nicht in den Restmüll?
Nicht in den Restmüll gehören: Verpackungen (Gelber Sack), Papier und Pappe (Altpapiertonne), Glas (Altglascontainer), Essensreste (Biotonne), Elektroschrott (Wertstoffhof), Batterien (Handel/Wertstoffhof), Sperrmüll (Sperrmüllsammlung) und Sondermüll (Sondermüllsammlung).
Was darf nicht in die schwarze Tonne?
In die schwarze Tonne (Restmülltonne) dürfen NICHT: Verpackungen aus Kunststoff/Metall (→ Gelber Sack), Papier und Pappe (→ Altpapiertonne), Glasflaschen (→ Altglascontainer), Essensreste (→ Biotonne), Elektrogeräte (→ Wertstoffhof), Batterien (→ Handel/Wertstoffhof), Sperrmüll (→ Sperrmüllsammlung) und Sondermüll (→ Sondermüllsammlung). Nur nicht recycelbare Abfälle wie Windeln, Staubsaugerbeutel, kalte Asche, stark verschmutzte Papiere, Katzenstreu, kaputtes Porzellan und Glühbirnen gehören in die schwarze Tonne.
Was ist die Farbe der Restmülltonne?
Die Restmülltonne ist in Deutschland meist grau oder schwarz. Die genaue Farbe kann regional variieren. In manchen Kommunen ist sie grau, in anderen schwarz. Informieren Sie sich bei Ihrer Kommune über die genaue Farbcodierung in Ihrer Region.
Gibt es ein Restmüll Symbol oder Zeichen?
Es gibt kein einheitliches Symbol oder Zeichen für Restmüll, da die Farbcodierung (grau oder schwarz) bereits ausreichend ist. Die Tonne wird oft mit "Restmüll" oder "Hausmüll" beschriftet.
Dürfen Essensreste in den Restmüll?
Nein, Essensreste gehören grundsätzlich in die Biotonne, nicht in den Restmüll. Ausnahmen sind nur stark verschmutzte oder verunreinigte Essensreste, die nicht mehr kompostierbar sind. Essensreste in der Biotonne werden kompostiert oder zu Biogas vergoren.
Was kommt in die schwarze Tonne?
Die schwarze Tonne ist eine andere Bezeichnung für die Restmülltonne. In die schwarze Tonne gehören die gleichen Abfälle wie in die Restmülltonne: nicht recycelbare Abfälle wie Windeln, Staubsaugerbeutel, kalte Asche, stark verschmutzte Papiere, Katzenstreu, kaputtes Porzellan und Glühbirnen.
Was gehört alles in den Restmüll?
In den Restmüll gehören: Hygieneartikel (Windeln, Binden, Tampons), Staubsaugerbeutel, kalte Asche, Zigarettenkippen, stark verschmutzte Papiere, Katzenstreu, kaputtes Porzellan und Keramik, Glühbirnen und Halogenlampen, CDs und DVDs sowie verschmutzte Lappen und Putztücher.
Was ist der Unterschied zwischen Restmüll und Biomüll?
Restmüll enthält nicht recycelbare Abfälle, die verbrannt werden. Biomüll enthält organische Abfälle wie Essensreste, Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz und Gartenabfälle, die kompostiert oder zu Biogas vergoren werden. Essensreste gehören also in die Biotonne, nicht in den Restmüll.
Wie oft wird die Restmülltonne geleert?
Die Leerungsfrequenz der Restmülltonne variiert je nach Kommune und Tonnengröße. In der Regel wird sie alle 14 Tage geleert, in manchen Regionen auch wöchentlich oder monatlich. Informieren Sie sich bei Ihrer Kommune über die genauen Leerungstermine.
Zusammenfassung
Die Restmülltonne (auch schwarze oder graue Tonne genannt) ist für nicht recycelbare Abfälle gedacht, die nach sorgfältiger Mülltrennung übrig bleiben. Wichtig ist, dass Sie Wertstoffe wie Verpackungen, Papier, Glas und Essensreste nicht in den Restmüll werfen, sondern über die entsprechenden Sammelsysteme entsorgen.
Durch korrekte Mülltrennung können Sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten und wertvolle Ressourcen schonen. Bei Unsicherheiten informieren Sie sich auf unserer Seite zur richtigen Mülltrennung.