Bio- & Gartenabfälle richtig entsorgen & Kompostieren

Moderne braune Biotonne in einem deutschen Garten mit verschiedenen Bioabfällen wie Obstschalen, Gemüseresten und Gartenabfällen
Moderne braune Biotonne in einem deutschen Garten mit verschiedenen Bioabfällen wie Obstschalen, Gemüseresten und Gartenabfällen

Expertise & Vertrauen

Autor: Dr. Michael Hoffmann - Promovierter Umweltwissenschaftler & Experte für Abfallwirtschaft

Expertise: Bioabfalltrennung, Kompostierung, Gartenabfallentsorgung, Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), Bioabfallverordnung, Deutsche Abfallwirtschaft

Zuletzt aktualisiert: 2. Januar 2026

Verifizierte InformationenBasierend auf aktuellen GesetzenVon Experten geprüft

Autor: Dr. Michael Hoffmann - Experte für Abfallwirtschaft, Recycling und Umweltschutz

Die Biotonne (meist braun oder grün) ist ein unverzichtbarer Teil der modernen Abfallwirtschaft in Deutschland. Organische Abfälle machen etwa 30-40% unseres Hausmülls aus und sind viel zu wertvoll, um einfach im Restmüll zu landen. Durch die richtige Trennung ermöglichen Sie die Produktion von hochwertigem Kompost für die Landwirtschaft und umweltfreundlichem Biogas für die Energiegewinnung. Dieser umfassende Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Bio- und Gartenabfälle richtig entsorgen, was in die Biotonne gehört und wie Sie erfolgreich eigenkompostieren können.

Wichtige Statistiken zu Bioabfällen

  • Etwa 30-40% des Hausmülls sind organische Abfälle (Quelle: Umweltbundesamt)
  • Pro Person fallen jährlich ca. 120 kg Bioabfälle an
  • Aus 1 Tonne Bioabfall entstehen ca. 50 m³ Biogas
  • Durch Bioabfall-Recycling werden in Deutschland jährlich etwa 2,6 Millionen Tonnen CO₂ eingespart
  • Seit 2015 sind Kommunen verpflichtet, eine getrennte Sammlung von Bioabfällen anzubieten (KrWG)
Nahaufnahme von Händen, die verschiedene Bioabfälle wie Obstschalen, Gemüsereste und Kaffeesatz in eine Biotonne sortieren
Nahaufnahme von Händen, die verschiedene Bioabfälle wie Obstschalen, Gemüsereste und Kaffeesatz in eine Biotonne sortieren

Was darf in die Biotonne?

Grundsätzlich gehören alle organischen, pflanzlichen und tierischen Abfälle aus Küche und Garten in die Biotonne, die kompostierbar oder vergärbar sind. Die genauen Regelungen können jedoch regional unterschiedlich sein. Informieren Sie sich daher bei Ihrer örtlichen Entsorgungsgesellschaft über die spezifischen Vorschriften in Ihrer Kommune.

Küchenabfälle - Was gehört hinein?

Alle organischen Abfälle aus der Küche können grundsätzlich in die Biotonne. Dazu gehören:

  • Obst- und Gemüsereste: Roh oder gekocht, inklusive Schalen, Kerne und Reste
  • Kaffeesatz und Tee: Kaffeesatz, Kaffeefilter, Teebeutel (ohne Metallklammer) und Teereste
  • Eierschalen: Komplett oder zerkleinert
  • Brot- und Backwarenreste: Altes Brot, Kuchenreste, Kekse
  • Gekochte Essensreste: Nudeln, Reis, Kartoffeln, Gemüse und andere zubereitete Speisen (ohne größere Flüssigkeitsmengen)
  • Fleisch- und Fischreste: In den meisten Kommunen erlaubt, allerdings sollten größere Mengen vermieden werden (siehe unten)
  • Milchprodukte: Käsereste, Joghurtreste (in kleinen Mengen)

Wichtiger Hinweis zu Fleisch und gekochten Essensresten

Fleisch- und Fischreste sowie gekochte Essensreste sind in den meisten Kommunen erlaubt, sollten aber sparsam verwendet werden. Größere Mengen können Maden anlocken und unangenehme Gerüche verursachen. Wickeln Sie diese Abfälle am besten in Zeitungspapier ein, um Gerüche zu reduzieren. Informieren Sie sich bei Ihrer örtlichen Entsorgungsgesellschaft über die genauen Regelungen, da es regionale Unterschiede gibt.

Gartenabfälle - Was gehört hinein?

Alle pflanzlichen Abfälle aus dem Garten können in die Biotonne, sofern sie nicht zu groß sind:

  • Rasenschnitt: Frisch gemähtes Gras (nicht zu feucht)
  • Laub: Herbstlaub von Bäumen und Sträuchern
  • Blumen und Pflanzenreste: Verwelkte Blumen, Topfpflanzen, Unkraut
  • Äste und Zweige: Klein geschnitten (maximal 5-10 cm Durchmesser, maximal 30 cm Länge)
  • Heckenschnitt: Wenn zerkleinert und nicht zu groß
  • Baum- und Strauchschnitt: Klein geschnitten
Verschiedene Gartenabfälle wie Rasenschnitt, Laub, Äste und Heckenschnitt, die für die Biotonne vorbereitet werden
Verschiedene Gartenabfälle wie Rasenschnitt, Laub, Äste und Heckenschnitt, die für die Biotonne vorbereitet werden

Das darf NICHT in die Biotonne

Bestimmte Materialien gehören nicht in die Biotonne, da sie die Kompostierung stören oder die Qualität des Komposts beeinträchtigen:

  • Plastiktüten: Auch "kompostierbare" Plastiktüten sind in den meisten Kommunen nicht erlaubt -> Restmüll
  • Flüssigkeiten: Suppen, Soßen, Öle, Fette in größeren Mengen -> Sondermüll
  • Asche, Staub, Sand: Gehören in den Restmüll
  • Glas, Metall, Steine: Gehören nicht in die Biotonne
  • Wurzelstöcke: Zu groß und zu hart -> Wertstoffhof oder Sperrmüll
  • Katzenstreu, Kleintierstreu: Gehört in den Restmüll
  • Windeln, Hygieneartikel: Gehören in den Restmüll

Welche Beutel für Biomüll verwenden?

Die Frage nach den richtigen Beuteln für Biomüll ist eine der häufigsten Fragen zur Biotonne. Die Antwort ist klar: Verwenden Sie ausschließlich Papiertüten oder Zeitungspapier.

Papiertüten - Die beste Wahl

Papiertüten sind die ideale Lösung für die Biotonne, da sie:

  • Feuchtigkeit aufnehmen und die Biotonne trockener halten
  • Gerüche reduzieren
  • Komplett kompostierbar sind
  • In allen Kommunen erlaubt sind
  • Keine Störstoffe in den Kompost einbringen

Kompostierbare Plastiktüten - Meist nicht erlaubt

Auch wenn Plastiktüten als "biologisch abbaubar" oder "kompostierbar" gekennzeichnet sind, sind sie in den meisten Kommunen nicht erlaubt. Der Grund: Diese Tüten verrotten in industriellen Kompostieranlagen nicht schnell genug und müssen als Störstoffe aussortiert werden. Sie gehören daher in den Restmüll.

Normale Plastiktüten - Auf keinen Fall!

Normale Plastiktüten gehören auf keinen Fall in die Biotonne. Sie verrotten nicht und müssen als Störstoffe aussortiert werden, was die Kompostierung behindert und die Qualität des Komposts beeinträchtigt.

Biotonne Maden bekämpfen - Praktische Tipps

Maden in der Biotonne sind ein häufiges Problem, besonders im Sommer. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie Madenbefall jedoch effektiv vermeiden und bekämpfen.

Vorbeugung - So vermeiden Sie Maden

  • Tonne trocken halten: Legen Sie Zeitungspapier oder Eierkartons auf den Boden der Tonne, um Feuchtigkeit aufzunehmen
  • Feuchte Abfälle einwickeln: Wickeln Sie feuchte Bioabfälle in Zeitungspapier ein
  • Deckel geschlossen halten: Verhindert, dass Fliegen ihre Eier ablegen können
  • Schattiger Standort: Stellen Sie die Biotonne an einen kühlen, schattigen Platz
  • Regelmäßige Leerung: Besonders im Sommer sollte die Tonne häufiger geleert werden
  • Fleischreste sparsam verwenden: Größere Mengen Fleisch locken Maden an

Bekämpfung bei Madenbefall

Wenn sich bereits Maden in der Biotonne befinden:

  • Gesteinsmehl oder Kalk: Streuen Sie Gesteinsmehl oder Kalk über die Abfälle - dies trocknet die Maden aus
  • Essigwasser: Waschen Sie die Tonne nach der Leerung mit Essigwasser aus
  • Salz: Streuen Sie etwas Salz über die Maden (sparsam verwenden)
  • Tonne reinigen: Nach jeder Leerung die Tonne gründlich reinigen
  • Biotonne-Spray: Spezielle Sprays aus dem Handel können helfen (umweltfreundliche Varianten bevorzugen)
Saubere, gepflegte Biotonne mit Zeitungspapier am Boden, die richtig befüllt wird, um Maden zu vermeiden
Saubere, gepflegte Biotonne mit Zeitungspapier am Boden, die richtig befüllt wird, um Maden zu vermeiden

Gartenabfälle richtig entsorgen - Heckenschnitt, Grünschnitt & mehr

Gartenabfälle machen einen großen Teil der Bioabfälle aus, besonders im Frühjahr und Herbst. Die richtige Entsorgung von Heckenschnitt, Grünschnitt und anderen Gartenabfällen ist wichtig für eine erfolgreiche Kompostierung.

Heckenschnitt entsorgen

Heckenschnitt kann in die Biotonne, sofern er klein genug ist:

  • Größe beachten: Äste sollten maximal 5-10 cm Durchmesser und 30 cm Länge haben
  • Zerkleinern: Größere Äste mit einer Gartenschere oder Häcksler zerkleinern
  • Mengen begrenzen: Sehr große Mengen sollten zum Wertstoffhof gebracht werden
  • Alternative: In vielen Kommunen gibt es spezielle Sammeltermine für Grünschnitt oder Sie können ihn zum Wertstoffhof bringen

Grünschnitt entsorgen

Grünschnitt (Rasenschnitt, Laub, kleine Äste) gehört idealerweise in die Biotonne oder auf den Kompost:

  • Rasenschnitt: Kann direkt in die Biotonne, sollte aber nicht zu feucht sein
  • Laub: Perfekt für die Biotonne oder Eigenkompostierung
  • Kleine Äste: Zerkleinert in die Biotonne
  • Mischung: Idealerweise mit Küchenabfällen mischen für bessere Kompostierung

Wurzelstöcke entsorgen

Wurzelstöcke gehören nicht in die Biotonne, da sie zu groß und zu hart sind. Sie verrotten zu langsam und können die Kompostierung behindern. Entsorgen Sie Wurzelstöcke:

  • Zum Wertstoffhof bringen
  • Über die Sperrmüllabholung entsorgen
  • Im eigenen Garten zerkleinern und als Mulchmaterial verwenden
  • Langsam im eigenen Kompost verrotten lassen (wenn genug Platz vorhanden)

Eigenkompostierung im Garten - Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Eigenkompostierung ist eine hervorragende Möglichkeit, Bioabfälle direkt im Garten zu verwerten und wertvollen Kompost für die Pflanzen zu gewinnen. Mit der richtigen Methode entsteht aus Ihren Bioabfällen nährstoffreicher Humus.

Was Sie für die Eigenkompostierung benötigen

  • Komposter oder Kompostmiete: Ein geschlossener Komposter oder eine offene Kompostmiete
  • Gartenabfälle: Rasenschnitt, Laub, kleine Äste, Pflanzenreste
  • Küchenabfälle: Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen
  • Geduld: Kompostierung dauert 6-12 Monate

Die richtige Mischung - Grüne und braune Materialien

Für eine erfolgreiche Kompostierung ist die richtige Mischung wichtig:

Grüne Materialien (stickstoffreich):

  • Küchenabfälle (Obst, Gemüse)
  • Rasenschnitt
  • Unkraut (ohne Samen)
  • Kaffeesatz
  • Eierschalen

Braune Materialien (kohlenstoffreich):

  • Laub
  • Stroh
  • Kleine Äste
  • Zerkleinerte Eierkartons
  • Zeitungspapier (sparsam)

Idealverhältnis: Etwa 2 Teile braune Materialien zu 1 Teil grüne Materialien

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Eigenkompostierung

  1. Komposter aufstellen: Wählen Sie einen schattigen, gut erreichbaren Platz im Garten
  2. Boden vorbereiten: Legen Sie eine Schicht aus grobem Material (Äste, Zweige) als Basis
  3. Materialien schichten: Wechseln Sie zwischen grünen und braunen Materialien
  4. Feuchtigkeit kontrollieren: Der Kompost sollte feucht, aber nicht nass sein (wie ein ausgedrückter Schwamm)
  5. Regelmäßig umsetzen: Alle 4-6 Wochen den Kompost umsetzen, um Sauerstoff zuzuführen
  6. Geduld haben: Nach 6-12 Monaten ist der Kompost fertig
  7. Sieben: Fertigen Kompost durch ein Sieb geben, um grobe Teile zu entfernen

Was gehört NICHT auf den Kompost?

  • Fleisch- und Fischreste (locken Tiere an)
  • Gekochte Essensreste mit viel Fett
  • Kranke Pflanzen oder Unkraut mit Samen
  • Plastik, Glas, Metall
  • Asche von Kohle oder Grillkohle
  • Katzenstreu oder Kleintierstreu
Ein Komposter in einem deutschen Garten mit verschiedenen Bioabfällen, die zu Kompost verrotten
Ein Komposter in einem deutschen Garten mit verschiedenen Bioabfällen, die zu Kompost verrotten

Rechtliche Grundlagen zur Bioabfallentsorgung

Die getrennte Sammlung von Bioabfällen ist in Deutschland gesetzlich geregelt:

  • Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG): Seit 2015 sind Kommunen verpflichtet, eine getrennte Sammlung von Bioabfällen anzubieten
  • Bioabfallverordnung (BioAbfV): Regelt die Qualitätsanforderungen für Kompost aus Bioabfällen
  • Kommunale Satzungen: Jede Kommune kann zusätzliche Regelungen erlassen

Zusammenfassung - Die wichtigsten Punkte

  • Bio- und Gartenabfälle gehören in die Biotonne oder auf den Kompost - nicht in den Restmüll
  • Verwenden Sie ausschließlich Papiertüten für die Biotonne - keine Plastiktüten
  • Fleisch und gekochte Essensreste sind meist erlaubt, sollten aber sparsam verwendet werden
  • Maden vermeiden: Tonne trocken halten, Deckel geschlossen, regelmäßig reinigen
  • Heckenschnitt gehört in die Biotonne, wenn er klein genug ist - Wurzelstöcke zum Wertstoffhof
  • Eigenkompostierung ist eine hervorragende Möglichkeit, Bioabfälle direkt zu verwerten
  • Informieren Sie sich bei Ihrer örtlichen Entsorgungsgesellschaft über regionale Besonderheiten

Häufig gestellte Fragen zu Bio- & Gartenabfällen

Darf Fleisch in die Biotonne?

Ja, Fleisch- und Knochenreste dürfen grundsätzlich in die Biotonne, allerdings gibt es regionale Unterschiede. In den meisten Kommunen sind kleine Mengen an Fleisch- und Fischresten erlaubt. Größere Mengen sollten jedoch vermieden werden, da sie Maden anlocken können. Informieren Sie sich bei Ihrer örtlichen Entsorgungsgesellschaft über die genauen Regelungen. Alternativ können Sie Fleischreste auch in Zeitungspapier einwickeln, um Gerüche zu reduzieren.

Dürfen gekochte Essensreste in die Biotonne?

Ja, gekochte Essensreste gehören grundsätzlich in die Biotonne. Dazu zählen Nudeln, Reis, Kartoffeln, Gemüse und andere zubereitete Speisen. Wichtig ist, dass keine Flüssigkeiten (Suppen, Soßen) in größeren Mengen eingefüllt werden, da diese die Biotonne überlaufen lassen können. Feste gekochte Essensreste sollten möglichst abgekühlt sein, bevor sie in die Biotonne gegeben werden.

Welche Beutel darf ich für Biomüll verwenden?

Für die Biotonne sollten Sie ausschließlich Papiertüten oder Zeitungspapier verwenden. Kompostierbare Plastiktüten (auch wenn sie als "biologisch abbaubar" gekennzeichnet sind) sind in den meisten Kommunen nicht erlaubt, da sie in industriellen Kompostieranlagen nicht schnell genug verrotten. Normale Plastiktüten gehören auf keinen Fall in die Biotonne. Papiertüten sind die beste Wahl, da sie Feuchtigkeit aufnehmen und Gerüche reduzieren.

Wie kann ich Maden in der Biotonne bekämpfen?

Um Maden in der Biotonne zu vermeiden, sollten Sie die Tonne regelmäßig reinigen, möglichst trocken halten und den Deckel geschlossen halten. Legen Sie Zeitungspapier oder Eierkartons auf den Boden der Tonne, um Feuchtigkeit aufzunehmen. Wickeln Sie feuchte Abfälle in Zeitungspapier ein. Stellen Sie die Biotonne an einen schattigen, kühlen Platz. Bei Madenbefall können Sie Gesteinsmehl oder Kalk über die Abfälle streuen. In extremen Fällen hilft auch das Auswaschen der Tonne mit Essigwasser.

Wie entsorge ich Heckenschnitt richtig?

Heckenschnitt gehört grundsätzlich in die Biotonne oder auf den Kompost, sofern die Äste klein genug sind (maximal 5-10 cm Durchmesser). Größere Äste sollten zerkleinert werden. In vielen Kommunen gibt es spezielle Sammeltermine für Grünschnitt oder Sie können ihn zum Wertstoffhof bringen. Informieren Sie sich bei Ihrer örtlichen Entsorgungsgesellschaft über die genauen Regelungen. Sehr große Mengen Heckenschnitt können auch über die Sperrmüllabholung entsorgt werden.

Darf ich Wurzelstöcke in die Biotonne werfen?

Wurzelstöcke gehören nicht in die Biotonne, da sie zu groß und zu hart sind. Sie verrotten zu langsam und können die Kompostierung behindern. Wurzelstöcke sollten zum Wertstoffhof gebracht werden oder über die Sperrmüllabholung entsorgt werden. Alternativ können Sie sie im Garten zerkleinern und als Mulchmaterial verwenden oder sie langsam im eigenen Kompost verrotten lassen, wenn Sie genug Platz haben.

Wie funktioniert Eigenkompostierung im Garten?

Für die Eigenkompostierung benötigen Sie einen Komposter oder eine Kompostmiete. Wichtig ist die richtige Mischung aus "grünen" (stickstoffreichen) und "braunen" (kohlenstoffreichen) Materialien. Grüne Materialien sind z.B. Küchenabfälle, Rasenschnitt, Unkraut. Braune Materialien sind z.B. Laub, Stroh, kleine Äste. Der Kompost sollte regelmäßig umgesetzt werden, um Sauerstoff zuzuführen. Die optimale Feuchtigkeit ist wichtig - er sollte feucht, aber nicht nass sein. Nach 6-12 Monaten entsteht wertvoller Kompost für den Garten.

Wie oft wird die Biotonne geleert?

Die Leerungsfrequenz der Biotonne variiert je nach Kommune und Jahreszeit. In den meisten Städten wird die Biotonne alle 1-2 Wochen geleert. Im Sommer, wenn die Temperaturen höher sind und die Abfälle schneller verrotten, wird oft wöchentlich geleert. Im Winter kann die Leerung seltener sein. Informieren Sie sich über die genauen Abholtermine in Ihrem Abfallkalender oder bei Ihrer Entsorgungsgesellschaft.

Was mache ich mit Bioabfällen, wenn ich keine Biotonne habe?

Wenn keine Biotonne vorhanden ist, können Sie Bioabfälle selbst kompostieren (Eigenkompostierung), sofern Sie einen Garten haben. Alternativ können Sie sich bei Ihrer Kommune nach der Möglichkeit einer Biotonne erkundigen - seit 2015 sind Kommunen in Deutschland verpflichtet, eine getrennte Sammlung von Bioabfällen anzubieten. In manchen Regionen gibt es auch Sammelstellen oder Sie können Bioabfälle zum Wertstoffhof bringen.

Warum ist die richtige Bioabfalltrennung so wichtig?

Die richtige Trennung von Bioabfällen ist entscheidend für den Umweltschutz. Aus Bioabfällen entsteht wertvoller Kompost für die Landwirtschaft und Biogas für die Energiegewinnung. Durch die Verwertung von Bioabfällen werden Treibhausgase reduziert und Ressourcen geschont. Falsch entsorgte Bioabfälle im Restmüll müssen verbrannt werden, was Energie verschwendet und die Umwelt belastet. Pro Person fallen jährlich etwa 120 kg Bioabfälle an - diese sollten optimal genutzt werden.