Sondermüll / Problemstoffe: Sicher entsorgen!

Annahmestelle für Sondermüll an einem deutschen Wertstoffhof mit Behältern für Batterien, Farben und Elektroaltgeräte

Expertise & Vertrauen

Autor: Dr. Michael Hoffmann - Promovierter Umweltwissenschaftler & Experte für Abfallwirtschaft

Expertise: Sondermüllentsorgung, Gefährliche Abfälle, Abfalltrennung, Umweltschutz, Deutsche Abfallverordnung

Zuletzt aktualisiert: 2. Januar 2026

Verifizierte InformationenBasierend auf aktuellen GesetzenVon Experten geprüft

Autor: Dr. Michael Hoffmann - Experte für Abfallwirtschaft, Recycling und Umweltschutz

Was ist Sondermüll?

Was ist Sondermüll? Sondermüll, auch Problemstoffe oder gefährliche Abfälle genannt, enthält Stoffe, die bei unsachgemäßer Entsorgung Mensch und Umwelt erheblich schaden können. Diese Abfälle müssen speziell behandelt und entsorgt werden, da sie giftig, ätzend, explosiv oder umweltgefährdend sein können.

Achtung: Sondermüll darf niemals in den Restmüll, ins Abwasser (Toilette, Waschbecken) oder in die Natur gelangen!

Wichtige Kennzahlen zu Sondermüll

  • Durchschnittlich 2,5 kg Sondermüll pro Einwohner pro Jahr in Deutschland
  • Etwa 1,2 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle aus Haushalten jährlich
  • Recyclingquote bei Batterien: über 45%
  • Über 3.500 Sammelstellen für Sondermüll bundesweit

Was gehört zum Sondermüll? Sondermüll Beispiele

Hier finden Sie eine Übersicht über Sondermüll Beispiele und was zum Sondermüll gehört:

Batterien, Akkus & Leuchtmittel:

  • Gerätebatterien & Akkus: Alle Typen (Alkali-Mangan, Lithium, Nickel-Cadmium, etc.) -> Rückgabe im Handel oder Wertstoffhof
  • Leuchtmittel: Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, LED-Lampen -> Wertstoffhof oder Handel

Chemikalien, Farben & Lacke:

  • Farben und Lacke: Flüssige Farben, Lacke, Lasuren, Holzschutzmittel
  • Lösungsmittel: Verdünner, Aceton, Terpentin
  • Chemikalien: Säuren, Laugen, Frostschutzmittel, Bremsflüssigkeit
  • Öle & Fette: Altöl, ölhaltige Abfälle, Frittierfett

Weitere Sondermüll Beispiele:

  • Medikamente: Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Medikamente (Apotheke oder Wertstoffhof)
  • Quecksilber: Thermometer, Barometer (nur wenn defekt)
  • Asbest: Nur von Fachfirmen entfernen lassen! Nicht selbst entsorgen!
  • Pestizide: Pflanzenschutzmittel, Unkrautvernichter

Entsorgungswege:

  • Wertstoffhof: Viele Wertstoffhöfe nehmen Sondermüll an (oft kostenlos für Privatpersonen). Für regionale Informationen siehe Wertstoffhof München oder Wertstoffhof Leipzig.
  • Schadstoffmobil: Mobile Sammelstelle, die regelmäßig verschiedene Standorte anfährt
  • Handel: Viele Händler nehmen Batterien und Leuchtmittel zurück

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist Sondermüll?

Sondermüll, auch Problemstoffe oder gefährliche Abfälle genannt, enthält Stoffe, die bei unsachgemäßer Entsorgung Mensch und Umwelt erheblich schaden können. Dazu zählen Batterien, Farben, Lacke, Chemikalien, Öle und Medikamente.

Was sind Beispiele für Sondermüll?

Beispiele für Sondermüll sind: Batterien und Akkus, Energiesparlampen, Farben und Lacke, Lösungsmittel, Altöl, Medikamente, Pestizide und Asbest. Diese müssen speziell entsorgt werden.

Wo kann ich Sondermüll entsorgen?

Sondermüll kann am Wertstoffhof, beim Schadstoffmobil oder teilweise im Handel (Batterien, Leuchtmittel) abgegeben werden. Informieren Sie sich bei Ihrer Kommune über die genauen Entsorgungsmöglichkeiten.

Darf Sondermüll in den Restmüll?

Nein, Sondermüll darf niemals in den Restmüll, ins Abwasser oder in die Natur gelangen. Er muss speziell entsorgt werden, da er giftig, ätzend, explosiv oder umweltgefährdend sein kann.